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Lohnt sich die Umstellung für die ärztliche Praxis?

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

diese Ausgabe unserer zifferdrei ist eine besondere. Denn es die letzte. Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, das Magazin einzustellen. Es scheint nicht mehr in die Zeit zu passen. Informations- und Diskussions­ange­bote müssen heute schneller ihren Weg zum Leser finden, immer passgenauer auf die konkreten Erwartungen zuge­schnit­­­ten sein. Ihre PVS und auch wir als PVS Verband werden deshalb künftig neue Wege beschreiten.
Wir haben uns trotzdem mit großem Elan an die Gestal­tung dieser Ausgabe gemacht und uns noch einmal zum Ziel gesetzt, Ihnen einen bunten Strauß an interessanten Themen zu binden.
Einen Beitrag möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen. In ihrem Gastkommentar greift Frau Dr. Siems ein bri­santes Thema auf: die IGeL-Leistungen. Sie vertritt die Auf­fassung, dass Kritiker hier das Bild eines unmündigen Patienten zeichnen, dem ein verantwortungsloser Arzt um des schnöden Mammons willen Nutz­loses aufschwatzt. Hier geht es um einen grundlegenden Denk­­­fehler unserer Gesundheitspolitik. Man meint, die Bürge­rinnen und Bürger nicht nur beschützen, sondern sogar bevormunden zu müssen. Dieses Motiv zieht sich durch, von der immer weitere Bevölkerungskreise erfassenden Pflicht zur Versicherung in der gesetzlichen Kran­ken­­kasse bis hin zu Sonderregelungen im Daten­schutz. Sicher­lich ist das alles gut gemeint, geht es doch um einen ganz besonderen Wert. Unsere Gesundheit, ohne die, einem geläufigen Sprichwort nach, alles andre nichts ist. Doch wenn die Gesundheit so ein hohes Gut ist, warum sollten die Bürgerinnen und Bürger gerade da nicht in der Lage sein, für sich selbst zu entscheiden? Ich denke, wir alle können sehr wohl auch in Gesundheitsdingen Entschei­dungen treffen. Und wir tun dies nicht allein, sondern gemeinsam mit den Ärzten, den wir vertrauen. Die Ärztin­nen und Ärzte verdienen dieses Vertrauen. Auch von Seiten der Politik.
Wir danken Ihnen als unseren Leserinnen und Lesern für die Treue, die Sie uns erwiesen haben. Wir wünschen Ihnen heute ein letztes Mal eine erfrischende und hoffentlich an­regende Lektüre Ihrer zifferdrei.

Ulrike Scholderer
Chefredakteurin

Ulrike Scholderer 

ist stellvertretende Geschäftsführerin des PVS Verbandes und verantwortlich für den Bereich Kommunikation.

Themen dieser Ausgabe
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