Magisch anziehend

Mit Praxiswerbung zu mehr Patienten

Titelartikel lesen

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Werbung für die eigene Praxis – das ist für viele Ärztinnen und Ärzte auch heute noch negativ konnotiert. Kein Wunder, sah das ärztliche Berufsrecht bis zum Jahr 2000 doch ein generelles Werbeverbot vor. Mittlerweile ist Werbung zum Zweck der sachlichen Information seit fast 20 Jahren grundsätzlich erlaubt und nur dann verboten, wenn sie berufswidrig ist. Dennoch tun sich auch heute noch viele Mediziner schwer, ihr Praxisangebot bekannt zu machen. Doch gerade angesichts der immer weiter ausdifferenzierten Leistungsspektren und des sich ändernden Informationsverhaltens der Patienten ist es durchaus angezeigt, „sichtbar“ zu werden. Wie das im Internet oder auch mit klassischen Mitteln wie Werbeflyern bewerkstelligt werden kann, dazu geben wir Hinweise im Titelbeitrag dieser Ausgabe. Werbung und Marketing haben viel mit Kommunikation zu tun. Um Kommunikation geht es auch in unserem Beitrag „Ich bin anders, Du bist anders“. Hier stehen die Klippen im Vordergrund, die es bei der Versorgung von Patienten mit anderen kulturellen Hintergründen zu umschiffen gilt. Das sind keineswegs nur Sprachbarrieren. Nein, hier geht es auch um das Sagbare und das Unaussprechliche, die anderen Bilder, Tabus und Grenzen, Rollenverständnisse. Trainer Dr. Meiko Merda ist zuversichtlich: Interkulturelle Kommunikation kann gelernt werden, davon ist er überzeugt. „Am Ende gelten die gleichen Regeln wie in der Arzt-Patienten-Kommunikation mit Deutschen auch: empathisch sein, gut zuhören, Verständnis zeigen.“ Das Digitale-Versorgung-Gesetz soll den Einsatz von Gesundheits-Apps und Telemedizin vorantreiben. Kinderheldin ist ein Teleportal, das Schwangeren und jungen Eltern Beratung on demand bietet. Mehr als 50 Krankenkassen kooperieren inzwischen mit dem Portal. Gründer und Geschäftsführer Dr. Paul Hadrossek sieht in telemedizinischen Modellen die Chance, die Gesundheitsversorgung langfristig zu verbessern. Digitale Lösungen könnten dazu beitragen, die eigene Arbeit zu vereinfachen und unnötigen Aufwand zu reduzieren. Dazu müsse aber Wandel als Chance begriffen werden. Das Beispiel Kinderheldin macht Mut, nach vorn zu blicken. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Ulrike Scholderer
Chefredakteurin

Ulrike Scholderer 

ist stellvertretende Geschäftsführerin des PVS Verbandes und verantwortlich für den Bereich Kommunikation.

Themen dieser Ausgabe
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