PVS-Positionen

Fokus Freiberuflichkeit


Aus dem Vorstand Die Jahreshauptversammlung hat Dr. Christof Mittmann in den Verbandsvorstand berufen. In Münster engagiert sich Dr. Mittmann seit vielen Jahren in verschiedenen Berufsverbänden und Kooperationen. Jetzt setzt er seinen Fuß auf das bundespolitische Parkett in Berlin. Ein Portrait.


Text: Ulrike Scholderer

Mannigfaltiges Lächeln strahlt einem entgegen. Es ist das Lächeln von Marilyn Monroe, für die Ewigkeit festgehalten von Andy Warhol. Gleich sechs dieser Drucke hängen im Wartebereich der Praxis von Dr. Christof Mittmann. Sie vermitteln etwas Vertrautes. Und signalisieren, dass es in der Medizin auch um Lebensfreude geht. „Die Bilder haben mein Partner Dr. Müller-Rensmann und ich zusammen ausgesucht. Das war eine ganz spontane Entscheidung“, sagt Dr. Mittmann. Er praktiziert im Zentrum von Münster in einer Praxisgemeinschaft als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sein Partner in der Praxis ist auch Orthopäde. „Das ist eine wunderbare Konstellation“, so Mittmann, „der kollegiale Austausch ist mir sehr wichtig.“ Und auch die klare Struktur. Zwei Praxen, geteilt werden die gemeinsam genutzten Räume. Jede Praxis hat ihr eigenes Personal. Das spiegelt gut wieder, wie Mittmann seine persönlichen Erfahrungen als Arzt zusammenfasst. „Mir geht es um so viel Eigenständigkeit wie möglich und so viel Gemeinsamkeit wie nötig – damit wir unsere Patienten bestmöglich versorgen und betreuen können.“ Aber es drängt sich der Eindruck auf, dass Mittmann Gemeinsamkeit doch sehr viel höher ansetzt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Er ist Vorsitzender der Facharztinitiative Münster, die er vor fünf Jahren gegründet hat. Ziel dieser ärztlichen Kooperation ist zum einen die Stärkung der Interessen der Fachärzte regional vor Ort und zum anderen die Verbesserung der Versorgungssituation der Patientinnen und Patienten in Münster. Er gehört dem Praxisnetz (MEDIS) Münster an, hat im Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt mitgearbeitet und engagiert sich für eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten. Er war Mitglied der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und arbeitet weiterhin aktiv in Projekten und Ausschüssen der KVWL, wie dem Formularlabor, mit. 

Für Mittmann stand schon früh fest, dass er Arzt werden wollte. Auch als Landarzt zu praktizieren, war für ihn eine Option. Entschieden hat er sich dann für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Es ist die Kombination aus operativer und konservativer Tätigkeit, die die Arbeit in meiner Praxis für mich ausmacht“, sagt Mittmann. 1996 hat er sich in Münster niedergelassen, vor knapp zwanzig Jahren. Auch heute ist der Arztberuf sein Traumjob. „Auch wenn die Reglementierungsdichte durch den Staat immer höher wird, freue ich mich gerade jetzt, am Ende meines Urlaubs, wieder auf meine Patienten“, sagt Mittmann. „Das heißt aber nicht, dass ich das immer stärkere Eingreifen des Staates in die Medizin akzeptiere. Im Gegenteil. Ich suche nach Wegen, dagegen anzusteuern.“ 

Von Anfang an hat er seine privatärztlichen Honorare über die PVS vor Ort abrechnen lassen. Dr. Rolf Grewe, Ophthalmologe in Münster und langjähriger Vorsitzender der PVS Westfalen-Nord, fiel das vielfältige Engagement seines Kollegen Mittmann auf. „Ich habe ihn direkt darauf angesprochen, ob er sich vorstellen könnte, im Vorstand der PVS Westfalen-Nord mitzuarbeiten“, sagt Grewe. „Ich weiß, dass es ihm darum geht, sich für die bestmögliche medizinische Versorgung der Patienten einzusetzen und dazu Netzwerke knüpft und Verbindungen pflegt.“ Seit 2013 ist Mittmann Vorsitzender der PVS Westfalen-Nord. Von da aus in den Vorstand des PVS Verbandes war es eigentlich nur ein kurzer Schritt. Denn für ihn geht es darum, Freiberuflichkeit und Therapiefreiheit des Arztes ganz grundsätzlich zu verteidigen. „Ich freue mich, dass meine Kolleginnen und Kollegen mir mit meiner Wahl in den Verbandsvorstand ihr Vertrauen ausgesprochen haben“, sagt Mittmann. „Gemeinsam müssen wir zum Wohl unserer Patienten den freien Berufsstand der Ärzte verteidigen. Das ist mein Ziel für meine Arbeit im PVS Vorstand.“

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