Schlüsselfrage

Wie Sie E-Mails vor dem Zugriff Dritter ­schützen können

Titelartikel lesen

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

„Wir wollen unser Land in allen Bereichen zu einem starken Digitalland entwickeln“, heißt es im jüngst verhandelten Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD. Oberstes Ziel sei eine flächendeckende digitale Infrastruktur von Weltklasse. Das klingt doch überzeugend! Der Digitalisierung wird sich niemand ernsthaft entgegenstellen wollen oder können. Wir haben uns gefragt, wie wir diesen gewaltigen Anspruch mit dem Arbeitsalltag in der Arztpraxis zusammenbringen können. Angesehen haben wir uns die schriftliche Kommunikation mit Kassen, Ärzten und Patienten. Die wird nach wie vor weitgehend per Briefpost und Fax abgewickelt, E-Mails machen gerade mal 6 Prozent der gesamten Korrespondenz aus. Der Grund liegt aus der Hand: Soll nicht die gesamte Welt mitlesen können, wie es um Ihre Patienten steht, müssen die elektronischen Nachrichten verschlüsselt werden. Das ist aufwendig und kostet Zeit. Ganz so einfach, wie es in der Politik klingt, ist es mit der Digitalisierung nicht. Dennoch kann sie gelingen: In unserem Titelbeitrag zeigen wir Möglichkeiten auf, wie Sie E-Mails auch zur Übertragung von Patientendaten nutzen können. Letztlich zahlt sich die Mühe aus: Der Schriftverkehr muss nicht mehr eingescannt werden, Portokosten fallen weg, die Kommunikation wird schneller.

Nicht nur das Titelthema, auch die weiteren Beiträge in dieser Ausgabe hängen auf ihre Weise mit der Diskussion rund um die Regierungsbildung zusammen. Denn mit ihrer Forderung nach dem Ende der „Zwei-Klassen-Medizin“ wollte die SPD einer Bürgerversicherung den Weg ebnen. Eine Bürgerversicherung ist nun aber, das liegt in der Natur der Sache und das haben wissenschaftliche Studien übereinstimmend gezeigt, alles andere als niederlassungsfördernd. Die drohenden Umsatzverluste und das immer stärkere Eingreifen des Staates in die Behandlungsabläufe wirken abschreckend. Dem wollen wir entgegentreten. Indem wir zeigen, wie die Gründung einer Praxis gelingt. Denn wir sind überzeugt: Gute Medizin braucht freiberufliche, unternehmerisch denkende und handelnde Ärzte. Im aktuellen Koalitionsvertrag ist von einer Bürgerversicherung nicht mehr die Rede, aber die Diskussion wird weitergehen. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen Ihrer zifferdrei.

Ulrike Scholderer
Chefredakteurin

Ulrike Scholderer 

ist stellvertretende Geschäftsführerin des PVS Verbandes und verantwortlich für den Bereich Kommunikation.

Themen dieser Ausgabe
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