Attackiert

Cyberkriminelle greifen nach sensiblen Patientendaten 

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

just in dem Augenblick, in dem ich – bildlich gesprochen – zur Feder greife, um das Editorial und damit den letzten Text für die neue Ausgabe unseres Verbandsmagazins zu schreiben, erscheint auf meinem Bildschirm die Nachricht: Notaufnahme schließt wegen Computervirus. Rund einen Monat, nachdem die ersten Krankenhäuser Schlagzeilen machten, weil sie Opfer von Cyberangriffen geworden waren, trifft es nun die Notaufnahme des Marienhospitals in Aachen. Es scheint, dass eine neue Ära der Cyberkriminalität angebrochen ist. Längst wird im Darknet „Cybercrime as a Service“ angeboten. Der Aufwand, der hinter den Angriffen mit den Verschlüsselungstrojanern steckt, ist nicht besonders groß, aber effektiv. Die Hoffnung, die Täter dingfest machen zu können, verliert sich in den Weiten des Internet. Und damit auch die Hoffnung, dass das alles schon bald vorbei sein wird.

Auch wenn die bisherigen Angriffe zum Glück abgewehrt werden konnten und Patientendaten niemals in Gefahr waren, sind die Schäden doch enorm. Die betroffenen Kliniken haben einen ungeheuren Aufwand, insbesondere um ihre IT-Systeme zu bereinigen und neu aufzusetzen. Moderne Medizin ist ohne IT nicht denkbar. Diese IT braucht Notfallpläne, Präventivmaßnahmen und umsichtige Nutzer. Wir haben für Sie mit Experten gesprochen, die Wege zeigen, wie man die Risiken in den Griff bekommen kann.

Kommunikation beschäftigt uns in dieser Ausgabe aber nicht nur in ihrer digitalen Form. Es geht auch um das gesprochene Wort zwischen Arzt und Patient. Mehr als 200.000 Patientengespräche führt ein Arzt im Laufe seines Berufslebens. Universitäten, Kliniken und Praxen wissen, wie wichtig gelingende Kommunikation für den Behandlungserfolg ist. Vielerorts werden jetzt Programme und Initiativen gestartet, um Medizin verständlicher zu machen.

Ganz besonders möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf den ersten Beitrag in unserer neuen Rubrik „Abrechnung“ lenken. Unser Autor Peter Gabriel lüftet das Geheimnis, warum zifferdrei zifferdrei heißt – und was das alles mit dem Erfolg Ihrer Praxis zu tun hat.

Wir wünsche Ihnen viel Spaß mit der neuen Ausgabe Ihrer zifferdrei.

Ihre

Ulrike Scholderer
Chefredakteurin

Ulrike Scholderer 

managt seit mehr als zehn Jahren für den PVS Verband die Kommunikation mit und zwischen den Mitgliedern, externen Ansprechpartnern, Journalisten und Politikern.

Themen dieser Ausgabe
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